Am Samstag konnten die Schwäbisch Hall Unicorns im OPTIMA Sportpark einen deutlichen 61:26-Erfolg gegen die Vorbereitungsgegner Nürnberg Rams aus der GFL 2 verbuchen. Erkenntnis bei den Hallern: Es gibt schon viel Licht aber auch noch Schatten.

Hochmotiviert starteten die Gäste aus Nürnberg am Samstag im OPTIMA Sportpark in das Vorbereitungsspiel. Kein Wunder, hatten sie doch die Chance sich gegen den amtierenden Deutschen Vizemeister zu beweisen. Dieser zeigte in der Partie allerdings zunächst eine Leistung, der dem Anspruch dieses Titels nicht gerecht werden konnte.


Bis ins zweite Viertel hinein offenbarten die Unicorns einige Schwächen, die die cleveren Franken aus der 2. Bundesliga auszunutzen wussten. Symptomatisch für diese Phase des Spiels war ein nur angetäuschter Befreiungskick der Gäste kurz vor der eigenen Endzone. Die erfahrenen Hausherren erlaubten den Rams dabei einen Raumgewinn von 30 Yards und damit auch einen neuen Firstdown.

Einige Lücken in der Haller Verteidigung waren allerdings nicht nur der Konzentration und der noch fehlenden Feinabstimmung, sondern auch der samstäglichen Besetzung geschuldet. Mit Cody Pastorino, Mark Scherenberg und Christian Köppe fehlten gleich drei Starter im Defense Backfield wegen Blessuren, die bis zum Saisonstart in einer Woche auskuriert werden sollen.

Für diese Ausgangslage absolvierte das dadurch sehr junge Backfield am Samstag einen respektablen Test, unter anderem mit einer Passinterception durch den erst 19-jährigen Jan Klenk. Zweimal hatte man in der Passverteidigung aber auch Pech, als Nürnberger Pässe abgeklatscht werden konnten, das Lederei aber beide Male in den offenen Armen der Rams-Receiver landete, die daraus Touchdowns erzielen konnten.

Überhaupt waren es nur Pässe, mit denen die Nürnberger nennenswerten Raumgewinn erzielen konnten. Das fränkische Laufspiel hatte die Haller Defense voll unter Kontrolle und auch bei Pass-Spielzügen kam der Rams-Spielmacher Anthony Springer mehrfach stark unter Druck. Die Haller Front-7 zeigte sich somit schon sehr früh in diesem Jahr gut aufgelegt.

Der Haller Angriff brauchte am Samstag auch etwas Einspielzeit. Das von den TSGlern aus den letzten Jahren gewohnte Punktefeuerwerk setzte erst im zweiten Viertel ein, dann aber gleich mit zwei deutlichen Ausrufezeichen. Der 65-Yard-Lauf von Jerome Manyema, der insgesamt drei Touchdowns erzielen konnte, war genauso sehenswert wie der 76-Yard-Pass von Marco Ehrenfried auf Tyler Rutenbeck. Sehr positiv fiel auch der Routinier Danny Washington auf, der ebenfalls dreimal in die Rams-Endzone eindringen konnte. Auch der amerikanische Neuzugang Nathaniel Robitaille konnte sein Können mehrfach aufblitzen lassen und sich mit einem 41-Yard-Touchdown-Pass gut beim Haller Publikum einführen.

Im letzten Viertel kam bei den Hallern neben vielen anderen Backups auch Ersatzquarterback Cedric Ehrenfried für seinen Bruder Marco aufs Feld. Er zeigte eine gute Leistung, die er mit einem Touchdown-Pass auf Neuzugang Mario Flores zum 61:20 unterstreichen konnte.

Den Nürnbergern gelang es am Samstag nur einmal in Führung zu gehen und das mit dem 7:0 zu Beginn der Partie. Danach entwickelte sich bis zum 14:14 und später 28:20 im zweiten Viertel eine ausgeglichene Partie, bevor der Haller Angriff dann aber aufdrehte. Zur Halbzeit lagen die Hausherren dann bereits klar mit 41:20 in Führung. Am Ende konnten die Haller einen verdienten 61:26-Erfolg feiern.

Halls Head Coach Jordan Neumann sagte nach dem Spiel: „Wir haben lange gebraucht um richtig ins Spiel zu kommen und wir konnten auch noch einige Schwachpunkte aufdecken. Da liegt noch Arbeit vor uns. Insgesamt bin ich mit dem Spiel aber zufrieden und sehe uns zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison gut gerüstet.“

Die Punkte für Hall erzielten: Jerome Manyema (18), Tim Stadelmayr (7), Tyler Rutenbeck (6), Danny Washington (18), Nathaniel Robitaille (6) und Mario Flores (6).

 

Zuschauer: 824

Viertelergebnisse: 7:7 / 34:13 / 6:0 / 14:6 / Final: 61:26

Alle Punkte:

0:7 – Florian Rabe – 35-Yard-Pass von Anthony Springer (PAT Timo Tix)

7:7 – Jerome Manyema – 13-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

14:7 – Jerome Manyema – 65-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

14:14 – Sheldon Mayer – 6-Yard-Pass von Anthony Springer (PAT Timo Tix)

21:14 – Tyler Rutenbeck – 76-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)

28:14 – Danny Washington – 2-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

28:20 – Sheldon Mayer – 79-Yard-Pass von Anthony Springer (PAT missed)

34:20 – Jerome Manyema – 80-Yard-Kickoff-Return (CON failed)

41:20 – Nathaniel Robitaille – 41-Yard-Pass von Marco Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)

47:20 – Danny Washington – 2-Yard-Lauf (PAT missed)

54:20 – Danny Washington – 1-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)

61:20 – Mario Flores – 13-Yard-Pass von Cedric Ehrenfried (PAT Tim Stadelmayr)

61:26 – Anthony Springer – 4-Yard-Lauf (PAT missed)